NEIN ZUM ANGRIFFSKRIEG GEGEN NORD- UND OSTSYRIEN

Aufruf:

Nein zum Angriffskrieg gegen Nord- und Ostsyrien!

Seit dem 9. Oktober greift die Türkei die autonome Region Nord-und Ostsyrien bzw. Rojava an. Dieser Angriffskrieg ist ein Verstoß gegen das Völkerrecht, den wir scharf verurteilen!

Die mehrheitlich von Kurd*innen, aber auch Araber*innen, Suryoye, Ezid*innen, Armenier*innen und Turkmen*innen bewohnte Region zählte in den letzten Jahren zu  den friedlichsten Gebieten in dem vom Bürgerkrieg terrorisierten Land. Die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) hatten große Teile Syriens vom sogenannten Islamischen Staat zurückerobert und dort eine säkulare, multiethnische und basisdemokratische Gesellschaft aufgebaut. Die Befreiung der Frauen ist eine der zentralen Errungenschaften dieses Projektes.
Die USA unter Trump, die die SDF bislang unterstützt haben, haben der Türkei das grüne Licht für ihren Angriffskrieg gegeben. Die Folgen: Hunderte Menschen sind bereits getötet worden, Hunderttausende auf der Flucht. Unter dem Deckmantel der Einrichtung einer „Sicherheitszone“ und der Ansiedlung von Geflüchteten plant Erdogan eine ethnische Säuberung immensen Ausmaßes. Dabei bedient er sich islamistischer Milizen, die Kriegsverbrechen wie Plünderungen, Folter und Exekutionen verüben. Die türkische Armee bombardiert zudem systematisch Einrichtungen wie Krankenhäuser und Stadtteile, in denen ausschließlich Zivilist*innen leben.
Zwar haben viele europäische Staaten, darunter auch die Bundesrepublik, das Vorgehen der Türkei verbal verurteilt. Doch die geplanten Exportbeschränkungen für „Rüstungsgüter, die durch die Türkei in Syrien eingesetzt werden könnten“, sind angesichts bisheriger Waffenexporte nichts als Symbolik. Erneut wird dieser Krieg mit deutschen Waffen wie Leopard-2-Panzern und Mercedes-LKW geführt. Auch deshalb dürfen wir nicht schweigen!
Wir fordern realen politischen und wirtschaftlichen Druck: Stoppt das Morden!

Wir fordern einen vollständigen und sofortigen Exportstopp von Rüstungsgütern, die Beendigung jeglicher militärischer und politischer Zusammenarbeit mit der Türkei sowie umfassende, wirksame Wirtschaftssanktionen.

Wir fordern die Durchsetzung einer Flugverbotszone über
Nordostsyrien.

Wir solidarisieren uns mit den Betroffenen dieses völkerrechtswidrigen Angriffskrieges. Wir werden auch in den kommenden Wochen unsere Stimmen erheben, auf die Straße gehen, in der Öffentlichkeit präsent sein und alles in unserer Macht Stehende tun, um das Blutvergießen in Syrien zu beenden.

Oktober 2019, Bündnis für Rojava

Aufruf Unterzeichnen unter: kontakt@hamburg-fuer-rojava.de

Unterstützer*innen:

Attac Hamburg

Abrigado – Gesamtteam

Aktive Anifaschistische Fangruppe von Altona 93

Alle Frauen* Referat Uni Hamburg

Arbeitskreis Asyl Cuxhaven e.V.

Bolzkow Records

Conexion St. Pauli

Die PARTEI Landesverband Hamburg

Doris Heinemann-Brooks, stellv. Vorsitzende ver.di Hamburg

DIDF-Jugend Hamburg

DKP-Hamburg

el rojito e.V.

FCSP-Fanclub G.A.S.

Friedensinitiative Hamburg Niendorf

Förderverein Radio Loretta e.V.

Gegenstrom Hamburg

Hamburg-trinkt-braunweiss e.V.

Hamburger Forum

ISO Hamburg

Migrantinnen Bund Hamburg

Plenum des Centro Sociale​

POSSY Kollektiv

Poliklinik Veddel

Referat für int. Studierende AStA Universität Hamburg

ver.di Vertrauensleute Lufthansa Technik Hamburg
 
ZELLEN – Band
 
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Bündnis Hamburg für Rojava, Oktober 2019 :
 
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