AG HUMANITÄRE HILFE

Unterstützung für das Gesundheitssystem Rojavas

Entgegen allen internationalen Gesetzen hat der türkische Staat die Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien/Rojava attackiert und damit seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg mit unabsehbaren Folgen fortgesetzt. Damit drohen einerseits ein erneuter Genozid an Kurd_innen, Jesid_innen, Armenier_innen und Assyrischen Christ_innen und andererseits ein massives Wiedererstarken des IS.


Der türkische Präsident R. T. Erdogan erklärte in seiner jüngsten Rede während der ersten Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates, dass er die Demographie der Region verändern möchte, welche nur durch eine ethnische Säuberung von den Kurd_innen möglich sei.

Nach Angaben der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien befinden sich seit dem militärischen Angriff der türkischen Besatzungsarmee am 09. Oktober 2019  bis zum  14. Oktober bereits ca. 275 000 Menschen aus der Grenzregion auf der Flucht, darunter 70 000 Kinder.

Aufgrund des zunehmenden Mangels bei der Grundversorgung und dem Notfalldienst sowie der Bedrohung selbst der Gesundheitseinrichtungen durch türkische Angriffe ist ihre Situation dramatisch. 

Die internationalen Hilfs-Organisationen haben ihre ausländischen Mitarbeiter*innen aus dem Gebiet abgezogen. „All dies wird bestenfalls in einer massiven Fluchtwelle Richtung Irak (und anschließend Europa) enden, im schlechtesten Fall steht uns ein Völkermord bevor“, beschreibt der Kurdische Rote Halbmond in einem dringenden Appell zur Beendigung des Krieges die Situation.

Die Eskalation der Gewalt in den bewohnten Gebieten und der Beschuss von Wohnhäusern, Schulen und Krankenhäusern bedroht das Leben von 5 Millionen dort lebenden Menschen. Berichte und Videos von Menschenrechtsverletzungen, darunter auch der Einsatz verbotener chemischer Waffen, Hinrichtungen und die Schändung von Leichen durch die Invasionstruppen sind schreckliche Realität dieser Invasion. Die türkische Luftwaffe hat gezielt ein Gefängnis beschossen, in dem Terroristen des IS interniert sind, wodurch hunderten IS-Terroristen die Flucht gelang.                     

Das Erstarken des IS und die Intensivierung der Fluchtbewegung in Syrien sind zwei von vielen Konsequenzen der türkischen Militärinvasion, sie werden noch weit über die Grenzen hinaus ihre Auswirkungen haben. Gleichzeitig droht die Zerstörung des im mittleren Osten einmaligen Projektes Rojava, in dem das friedliche Zusammenleben verschiedener Ethnien und religiöser Minderheiten Realität wurde und das gleichzeitig einen Zufluchtsort für hunderttausende Binnenflüchtlinge bot.

Heyva Sor a Kurdistane e.V. (Kurdischer Roter Halbmond) und die Kurdistan Hilfe e.V. unterstützen von Beginn an das demokratische Projekt in Rojava beim Aufbau eines öffentlichen Gesundheitssystems für die Bevölkerung in Rojava/ Nord-/Ostsyrien.

Insbesondere die Helfer_Innen des Kurdischen Roten Halbmonds leisten aktuell in akuten Krisensituationen Hilfe für die Verletzten des türkischen Angriffs und organisieren außerdem die medizinische Versorgung in den überlasteten Flüchtlingslagern der Region.

Um dies weiterhin tun zu können, wird Hilfe benötigt. Mit einer Spende können Menschen vor Ort unterstützt und versorgt werden.

Kommende Termine

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