PRESSEMITTEILUNGEN

Für diesen Sonnabend ruft das Bündnis „Hamburg für Rojava“ zu einer Demonstration ab 15:00 Uhr S- Bahn Sternschanze auf.

Als Redner_innen haben u.a. Bernd Riexinger (Co-Vorstand DIE LINKE), Antje Möller (MdHB Bündnis 90/Die Grünen) sowie Redner_Innen des Landesvorstandes der GEW, der Seebrücke und des Hamburger Forums zugesagt.

Wir Fordern: Sofortigen politischen und wirtschaftlichen Druck durch die Bundesregierung und EU anstatt verbalem Theaterdonner einen vollständigen und sofortigen Exportstopp von Rüstungsgütern, die Beendigung jeglicher militärischer und politischer Zusammenarbeit die Durchsetzung einer Flugverbotszone über Nordsyrien.
Seit dem 9. Oktober greift die Türkei die autonome Region Nordostsyrien bzw. Rojava an. „Dieser Angriffskrieg ist ein Verstoß gegen das Völkerrecht, den wir scharf verurteilen und dessen sofortige Einstellung wir fordern“, erklärt Yavuz Fersoglu, Vorstandsmitglied von Nav-Dem. Die mehrheitlich von Kurd*innen, aber auch Araber*innen, Suryoye, Ezid*innen, Armenier*innen und Turkmen*innen bewohnte Region zählte in den letzten Jahren zu den friedlichsten Gebieten in dem vom Bürgerkrieg terrorisierten Land. Die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) hatten große Teile Syriens vom sogenannten Islamischen Staat zurückerobert und dort eine säkulare, multiethnische und basisdemokratische Gesellschaft aufgebaut. Die Befreiung der Frauen ist eine der zentralen Errungenschaften dieses Projektes.

Bereits jetzt wurden hunderte Menschen getötet, Hunderttausende sind auf der Flucht. Unter dem Deckmantel der Einrichtung einer „Sicherheitszone“ und der Ansiedlung von Geflüchteten plant Erdogan eine ethnische Säuberung immensen Ausmaßes. Dabei bedient er sich islamistischer Milizen, die Kriegsverbrechen wie Plünderungen, Folter und Exekutionen von Kämpfer*innen sowie wehrlosen Zivilist*innen verüben. Die türkische Armee bombardiert zudem systematisch Einrichtungen wie Krankenhäuser und Stadtteile in denen ausschließlich Zivilist*innen leben. „Dem Krieg, der Vertreibung und den Kriegsverbrechen muss sofort Einhalt geboten werden. DIE OPCW ist gefragt den Berichten über den Einsatz von Chemiewaffen durch die türkische Armee in Serekaniye sofort nachzugehen“, fordert Martin Dolzer, friedenspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft.

Erneut wird dieser Krieg auch mit deutschen Waffen wie Leopard-2-Panzern und Mercedes-LKW geführt. Auch deshalb dürfen wir nicht schweigen!

Wir solidarisieren uns mit den Betroffenen dieses völkerrechtswidrigen Angriffskrieges und den Selbstverteidigungseinheiten der YPG und YPJ. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um das Blutvergießen in Syrien zu beenden.

Hamburg für Rojava
Yavuz Fersoglu, 017681181421

Aktivisten besetzen Rathausmarkt

Dauerhaftes Protestcamp gegen türkischen Angriffskrieg

„Wir bleiben, bis der Krieg beendet wird!“

HAMBURG AktivistInnen haben gegen 18:15 Uhr den Hamburger Gerhart-Hauptmann-Platz besetzt, um dort ein dauerhaftes Protestcamp zu erreichten. Sie wollen so lange bleiben, bis der Krieg der Türkei in Syien beendet wird.

Die AktivistInnen fordern mit ihrer Besetzung die Bundesregierung auf, die Zusammenarbeit mit der Türkei zu einzustellen und echten politischen und wirtschaftlichen Druck zu erzeugen: einen Stopp der Investionen und harte Sanktionen.

„Wir bleiben hier, bis der Krieg gestoppt wird. Es kann nicht sein, dass die Türkei mit der Duldung der EU, USA und der NATO diese Verbrechen gegen eine demokratische und friedliche Region ausübt.“, erklärt Sophia Leipert (Hamburg für Rojava).

„Dieser Angriffskrieg überschreitet eine moralische und politische Grenze. Rojava hat den IS bekämft und besiegt, sie darf nicht dem Islamisten Erdogan zum Fraß gegeben werden!“ so Ramazan Mendanlioglu (Hamburg für Rojava).

„Dieser Krieg muss sofort gestoppt werden. Jede wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit mit der Türkei muss jetzt eingestellt werden.“, so Emily Laquer (interventionistische Linke): „Die Antikriegsbewegung wohnt ab heute auf dem Rathausmarkt, wo man uns nicht mehr ignorieren kann.“

Seit dem türkischen Einmarsch in Nordsyrien hatte es Spontandemonstrationen und Kundgebungen in der ganzen Bundesrepublik gegeben. Die AktivistInnen laden alle Hamburger*innen ein, an der Aktion teilzunehmen und sich mit ihnen aktiv für den Frieden einzusetzen.

Aktuelle Informationen finden Sie auf

Twitter: hh_fuer_rojava

Mit freundlichen Grüßen

Bündnis „Hamburg für Rojava“

Richtigstellung: Die Platzbesetzung musste nach zwei Stunden abgebrochen werden

Sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Presse,

wie Sie mitbekommen haben, hat das türkische Militär am 9. Oktober eine erneute Invasion in Nordsyrien begonnen. Seitdem bombardieren Bomber und Artillerie die nordsyrischen Städte – nicht nur entlang der syrisch-türkischen Grenze, sondern auch die Stadt Ayn Isa, die 50km im Landesinneren liegt. Während die Zivilbevölkerung vor den Angriffen flieht, strömen die Selbstverteidigungseinheiten der Demokratischen Kräfte Syriens an die Grenze, um dem Einmarsch des Militärs und mit dem türkischen Regime verbündeter islamistischer Milizen Einhalt zu gebieten.
Noch nicht mal vor einer Woche war der Bundesinnenminister Horst Seehofer in der Türkei, um dem Regime weitere Unterstützung bei der Versorgung von Geflüchteten zuzusagen. Jetzt schafft das Regime durch seine Invasion weitere Millionen Flüchtlinge und destabilisiert die bisher sichersten Regionen Syriens, wie es das bereits 2018 in Afrin getan hat. Der militärisch weitestgehend geschlagene Islamische Staat organisiert sich im Schatten der Invasion erneut und hat heute bereits Anschläge in Raqqa und Deir a Zor verübt. Die Eskalation in Nordsyrien wird die gesamte Region in neues Chaos stürzen.

Bereits seit dem Rückzug der US-Einheiten aus der Grenzregion am Montag protestieren weltweit kurdische und solidarische Organisationen und Menschen gegen den Einmarsch des türkischen Militärs. Auch in der Region Hannover wird es in den kommenden Tagen und Wochen zu zahlreichen Versammlungen und Protestaktionen kommen.
Bisher sind in Hamburg geplant:

12.10., S-Sternschanze, 15 Uhr
19.10., Bundesweite Demo in Köln

Als Dachorganisation kurdischer Gruppen und Menschen in Hamburg stehen wir Ihnen gerne auch für Interview oder Hintergrundinformationen zur Verfügung.
Pressekontakt: Yavuz Fersoglu, 0176 81181421

Darüber hinaus arbeiten wir mit Civaka Azad zusammen, das im engen Kontakt mit den politischen und militärischen Vertreter*innen in Nordsyrien in Kontakt steht und Ihnen bei Interesse Interviews und O-Töne aus der Region vermitteln kann. Wenden Sie sich bei Interesse an: Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., www.civaka-azad.org, info@civaka-azad.org, Mobil: 015210273966

Über Berichte in den lokalen und regionalen Medien würden wir uns freuen und erwarten dies als Beitrag zu kritischem und verantwortungsbewusstem Journalismus.

Mit besten Grüßen,

Yavuz Fersoglu

NAV-DEM und Bündnis „Hamburg für Rojava“

Sehr geehrte Presse Vertreterinnen und Vertreter,

Am gestrigen Mittwochnachmittag begann der lang angekündigte Angriffskrieg der türkischen Armee gegen Nordsyrien. Serekaniye und Gire Spi wurden beschossen, Luftangriffe und Bombardierungen wurden aus Qamishlo und Derik gemeldet. Die Selbstverteidigungskräfte der
SDF leisten der Offensive der zweitgrößten NATO-Armee entschlossen Widerstand. Es wurden über zwanzig Tote gemeldet, darunter Zivilisten der christlichen Minderheit in Qamislo und SDFKämpfer*innen.
„Wir verurteilen die türkische, völkerrechtswidrige Aggression welche durch die Billigung der NATO und UN aufs Schärfste. Das Projekt des radikaldemokratischen Zusammenlebens verschiedener Minderheiten gilt den dem türkischen Diktator als Dorn im Auge, denn es stellt eine
Alternative zur Teile-und Herrsche Politik dar. Die türkische Aggressionen gilt den SDF, welche jahrelang die islamistische Schreckensherrschaft des sog. Islamischen Staates bekämpften, und somit auch für Sicherheit hier in Europa sorgten. Diese stellt eine nicht hinnehmbare
Kriegshandlung gegen die Menschlichkeit dar“, so Yavuz Fersoglu, Sprecher des kurdischen Dachverband Nav-Dem und des Hamburger Bündnisses „Hamburg für Rojava“.

An dieser Aggression ist auch die deutsche Bundesregierung beteiligt. Die Waffen und Panzer, die eingesetzt werden, stammen aus deutschen Rüstungsschmieden. Die Bundesregierung rüstet den NATO-Partner und ewigen Waffenbruder Türkei bereitwillig auf.

Wir werden in den nächsten Tagen täglich auf der Straße sein, um unsere Solidarität mit den Menschen in Nordsyrien zu zeigen. Wir stellen uns gegen die türkische Aggression und ihre internationale Unterstützung.

Hamburg für Rojava

Yavuz Fersoglu: 017681181421

Weitere Aktionen in Hamburg:
– Donnerstag, 10.10., 18 Uhr: Demonstration Hachmannplatz
– Samstag, 12.10., 15 Uhr: Demonstration S-Sternschanze
– Samstag, 19.10.: Bundesweite Demonstration Köln
Weitere Daten:
– Freitag, 11.10., 20:30 Uhr: Demonstration „Antifa in die Offensive! Solidarität mit Rojava! Gegen rechten Terror!“ Arrivati Park

Pressekontakte

Pressevertreter*innen erreichen uns unter:

E-Mail: presse@hamburg-fuer-rojava.de

Telefonisch ist das Presseteam unter diesen Nummern erreichbar:

Sophia Leipert, Hamburg für Rojava: +4917661997118

Yavus Fersoglu, Hamburg für Rojava: +4917681181421​

Emily Laquer, interventionistische Linke: +4915785447235

Da alle Sprecher*innen von uns ehrenamtlich tätig sind, bitten wir um Verständnis, dass wir nicht immer sofort auf alle Presseanfragen antworten können. Um sicherzustellen, dass deine/Ihre Anfragen beantwortet werden können, bitten wir um eine Mail unter Angabe der Kontaktdaten.

Kommende Termine

Alle Termine sind im Veranstaltungskalender zu finden: